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Westpark After Dark – 2. Samstags-Nacht-OL-Training

Orientierungslauf unter widrigen Bedingungen

Am Samstagabend, den 21. Februar 2026, fand das zweite Training der Munich O-Night Serie statt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Olympiapark im Januar war diesmal der Westpark Schauplatz für die nächtliche Postensuche. Trotz des ungemütlichen, regnerischen Wetters fanden sich zahlreiche wetterfeste Sportler am Treffpunkt ein, um sich der Herausforderung zu stellen.

Der Westpark zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite: Dauerregen verwandelte die Wiesen in extrem rutschiges Terrain und sorgte für spiegelnde Oberflächen auf den Wegen. Besonders in den Kurven und an den Hängen war es durch den Matsch und das nasse Laub gefährlich glatt, was die Sicht und Konzentration zusätzlich forderte. Die Stirnlampen schnitten durch den Dunst, während die Läufer versuchten, im dichten Wegenetz des Parks die Übersicht zu behalten.

Taktik gefragt: Die "Wahl-Spezialregeln"

Besonderes Augenmerk lag an diesem Abend auf dem speziellen Modus des Score-OLs. Anders als bei einem klassischen Punktesammeln gab es eine feste Zielvorgabe für die Anzahl der zu findenden Posten, was eine sorgfältige Vorausplanung der Route erforderte. Wer einfach loslief, ohne sich eine Strategie zurechtzulegen, riskierte entweder unnötige Wege oder das Überschreiten des Zeitlimits.

Die Regeln für die verschiedenen Bahnen waren klar definiert:

  • Bahn A (Erwachsene und Jugendliche): Auf der Karte waren 17 Posten verzeichnet. Davon mussten exakt 15 Posten frei gewählt und angelaufen werden. Das Zeitlimit betrug 45 Minuten.
  • Bahn C (Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren): Hier befanden sich 8 Posten auf der Karte, von denen 6 ausgewählt werden mussten. Für diese Aufgabe standen 30 Minuten zur Verfügung.

Dieser Modus erforderte von den Teilnehmern nicht nur Schnelligkeit, sondern auch schnelle mentale Entscheidungen: Welche Posten lässt man aus, um die effizienteste Route zu laufen? Welche Kombination vermeidet die steilsten Anstiege oder die schwierigsten Passagen im nassen Gras?

Massenstart und Renndynamik

Pünktlich um 18:30 Uhr erfolgte der Massenstart. Das Bild der ausschwärmenden Läufergruppen im dunklen, verregneten Park war beeindruckend. Die Dynamik des Massenstarts sorgte von Beginn an für ein hohes Tempo, wobei die individuellen Routenwahlen schnell dazu führten, dass sich die Läufer im Gelände verteilten.

Der Westpark bot mit seinen verwinkelten Wegen, den Seen und den kleinen Hügeln ein abwechslungsreiches Gelände. Besonders die Übergänge zwischen den Parkteilen und die Orientierung rund um die asiatischen Gärten im Dunkeln stellten technische Hürden dar, die unter dem Zeitdruck der 45 bzw. 30 Minuten bewältigt werden mussten.

Informationen zu weiteren Terminen und anderen Formaten finden sich auf der Website des OC München.